# PVE-Host (``) — Rebuild-Runbook Basis: Proxmox VE, frisch installiert (Fujitsu Esprimo, i3, 32GB RAM). Alles ab hier ist tatsächlich ausgeführt. ## 1. Grundpakete ```bash apt-get install -y git tree ``` ## 2. Tailscale (Subnet-Router) ```bash curl -fsSL https://tailscale.com/install.sh | sh cat > /etc/sysctl.d/99-tailscale.conf <<'EOF' net.ipv4.ip_forward=1 net.ipv6.conf.all.forwarding=1 EOF sysctl -p /etc/sysctl.d/99-tailscale.conf tailscale up --authkey= --advertise-routes= --accept-risk=lose-ssh ``` **Danach zwingend in der Tailscale-Admin-Konsole (login.tailscale.com/admin/machines):** - Bei `` → „Edit route settings" → Route `` genehmigen (Subnet-Routes werden nie automatisch aktiviert) - Unter Settings → DNS → Nameserver `` (AdGuard) hinzufügen + „Override local DNS" aktivieren → macht Ad-Blocking im ganzen Tailnet aktiv, auch mobil - Unter Settings → DNS → „HTTPS Certificates" aktivieren (wird für `tailscale cert`/`tailscale serve` auf allen Tailnet-Mitgliedern gebraucht, z.B. Vaultwarden) - Auth-Key erzeugen unter Settings → Keys → „Generate auth key" (reusable, ~90 Tage), wird für alle weiteren Instanzen gebraucht ⚠️ **NICHT TUN:** `--advertise-exit-node` setzen. Bewusste Entscheidung: kein Exit-Node, sonst würde jeglicher mobiler Internet-Traffic über die Heimleitung (DS-Lite) zurückgeroutet — nur die Subnet-Route wird gebraucht. ## 3. NAS: ZFS-Mirror Vorher: Laufwerke identifizieren, SMART-Check, Datenprüfung auf vorhandenen Inhalt (**vor** dem Löschen — hier nur der Soll-Zustand, nicht das chronologische Nachschauen-was-noch-drauf-war im Detail, das nicht Teil dieser Freigabe ist). ```bash # Stabile Device-Namen ermitteln ls -la /dev/disk/by-id/ | grep -E "ata-SAMSUNG|ata-ST1000" # Beide Platten komplett löschen (IRREVERSIBEL — vorher SMART + Dateninhalt prüfen!) wipefs -a /dev/sda /dev/sdb sgdisk --zap-all /dev/sda sgdisk --zap-all /dev/sdb # Mirror anlegen zpool create -o ashift=12 nas mirror \ /dev/disk/by-id/ata-SAMSUNG_HD103SJ_S246J9AZ807325 \ /dev/disk/by-id/ata-ST1000DM003-1CH162_Z1D7GZ5Q zfs create -o compression=lz4 -o atime=off nas/freigabe ``` ## 4. HDD-Spindown (Stromsparen) ```bash hdparm -S 241 /dev/disk/by-id/ata-SAMSUNG_HD103SJ_S246J9AZ807325 /dev/disk/by-id/ata-ST1000DM003-1CH162_Z1D7GZ5Q cat >> /etc/hdparm.conf <<'EOF' # NAS-HDDs: Standby nach 30 Minuten Inaktivität (Stromsparen, ZFS-Mirror "nas") /dev/disk/by-id/ata-SAMSUNG_HD103SJ_S246J9AZ807325 { spindown_time = 241 } /dev/disk/by-id/ata-ST1000DM003-1CH162_Z1D7GZ5Q { spindown_time = 241 } EOF ``` `smartd` (Debian-Default-Config, `-n standby`) weckt schlafende Platten nicht — nichts weiter zu tun. Der ZFS-Pool ist bewusst **nicht** als PVE-Storage registriert, damit `pvestatd` ihn nicht permanent pollt. ## 5. Git-Repo (dieses Repo) ```bash mkdir -p /root/projects/homelab-config # Eigenen Projekt-Kontext + chronologisches Log anlegen (Format/Inspiration: # ENTSCHEIDUNGEN.md und der Aufbau dieses Portfolios selbst) cd /root/projects/homelab-config git init git add . git commit -m "Initial project setup" ``` Später auf die NAS-Freigabe verlagert (nachdem CT 101 steht): ```bash mv /root/projects/homelab-config /nas/freigabe/homelab-config chown -R 101000:101000 /nas/freigabe/homelab-config git config --global --add safe.directory /nas/freigabe/homelab-config ``` ⚠️ **Warum `chown 101000:101000` und `safe.directory`:** Der Ordner liegt physisch im ZFS-Dataset, das per Bind-Mount in CT 101 (unprivileged, UID-Offset 100000) eingebunden ist. Ohne `safe.directory`-Eintrag verweigert Git auf dem PVE-Host die Arbeit ("dubious ownership"), weil der Owner (101000) nicht root ist. ## 6. Wake-on-LAN-Trigger (für PC1, ausgelöst von Guacamole/VPS) ```bash apt-get install -y wakeonlan useradd -m -s /bin/bash wolonly mkdir -p /home/wolonly/.ssh ssh-keygen -t ed25519 -f /root/.ssh/wol_vps_key -N "" -C "vps-wol-trigger" cat > /usr/local/bin/wake-pc1.sh <<'EOF' #!/usr/bin/env bash wakeonlan -i echo "Magic packet an gesendet." EOF chmod +x /usr/local/bin/wake-pc1.sh KEY=$(cat /root/.ssh/wol_vps_key.pub) echo "no-port-forwarding,no-x11-forwarding,no-agent-forwarding,command=\"/usr/local/bin/wake-pc1.sh\" $KEY" > /home/wolonly/.ssh/authorized_keys chown -R wolonly:wolonly /home/wolonly/.ssh chmod 700 /home/wolonly/.ssh chmod 600 /home/wolonly/.ssh/authorized_keys ``` Der private Key (`/root/.ssh/wol_vps_key`) wird in die Guacamole-Verbindung "Wake PC1" eingebettet (siehe `06-vps-strato.md`). ⚠️ **NICHT TUN:** `restrict,command="..."` als Kurzform in `authorized_keys` verwenden. `restrict` schließt `no-pty` mit ein — Guacamoles SSH-Client fordert aber immer ein Pseudo-Terminal an, auch für einen reinen Einzelbefehl. Mit `no-pty` schlägt die Verbindung mit „Unable to allocate PTY" fehl. Stattdessen die Einzel-Restriktionen explizit auflisten (siehe oben), `no-pty` weglassen. ⚠️ **NICHT TUN:** MAC-Adresse mit Bindestrichen (`D8-BB-C1-90-66-3F`, Windows-`ipconfig`-Format) an `wakeonlan` übergeben. Erwartet Doppelpunkte (``), sonst Fehler "not a hardware address". ## 7. DNS-Falle bei neuen Containern (wichtig für alle folgenden `pct create`-Schritte) Seit der PVE-Host selbst Tailscale-Mitglied ist, zeigt sein `/etc/resolv.conf` auf `100.100.100.100` (Tailscales interner Stub-Resolver). Neue Container erben das automatisch (kein `--nameserver` bei `pct create` angegeben) — sind selbst aber noch keine Tailscale-Mitglieder und können diese Adresse nicht erreichen. Resultat: `apt-get update` hängt endlos, ohne Fehlermeldung. **Immer bei `pct create` mitgeben:** ```bash --nameserver ``` **Für bereits existierende Container dauerhaft fixen** (übersteht Neustarts, im Gegensatz zum manuellen Editieren von `/etc/resolv.conf`, das bei jedem Containerstart überschrieben wird): ```bash pct set --nameserver ``` Angewendet auf CT 100, 101, 102, 103. ## 8. TUN-Device für Tailscale-in-LXC (für CT 102, CT 103) Unprivileged Container haben standardmäßig kein `/dev/net/tun` — ohne das startet `tailscaled` nicht. ```bash pct stop cat >> /etc/pve/lxc/.conf <<'EOF' lxc.cgroup2.devices.allow: c 10:200 rwm lxc.mount.entry: /dev/net/tun dev/net/tun none bind,create=file 0 0 EOF pct start ``` Danach sollte `ls -la /dev/net/tun` im Container ein Character-Device zeigen (nicht "No such file or directory"). ## 9. Tailscale-Route-Konflikt bei LAN-eigenen Containern ⚠️ **NICHT TUN:** `--accept-routes` bei einem Container setzen, der selbst schon direkt im ``-LAN hängt (z.B. CT 102). Der PVE-Host advertised dieses Subnetz als Tailscale-Route — akzeptiert der Container das, landet in Tailscales eigener Policy-Routing-Tabelle (`ip route show table 52`) ein Eintrag ` dev tailscale0`, der Rückverkehr zur eigenen LAN-IP fälschlich über Tailscale statt direkt über `eth0` schickt. Symptom: Dienste auf dem Container sind über die LAN-IP nicht mehr erreichbar (Timeout, nicht Refused), obwohl sie laufen. Für Container, die bereits nativ im LAN sitzen: `tailscale up ... --accept-routes=false`. Peer-zu-Peer-Erreichbarkeit zu anderen Tailnet-Mitgliedern funktioniert davon unabhängig. ## 10. PVE-Weboberfläche mit echtem Zertifikat (via `tailscale serve`) Proxmox' Standard-Webinterface (`:8006`) nutzt ein selbstsigniertes Zertifikat → Browser-Warnung bei jedem Zugriff. Gleicher Trick wie bei Vaultwarden: **nicht** Proxmox' eigene Zertifikatsdateien anfassen (die sind für die interne Cluster-Kommunikation kritisch), sondern per `tailscale serve` reverse-proxyen. ```bash tailscale serve --bg https+insecure://localhost:8006 ``` `https+insecure://` ist hier bewusst nötig — das Backend (`pveproxy` auf `:8006`) hat selbst ein selbstsigniertes Zertifikat, das `tailscale serve` beim lokalen Proxy-Hop akzeptieren muss, ohne es zu verifizieren (nur der äußere, dem Nutzer sichtbare Hop bekommt das echte Tailscale-Zertifikat). Erreichbar unter `https://.` (kein `:8006` mehr nötig, Port 443 Standard), automatisch gültiges Let's-Encrypt-Zertifikat, automatische Erneuerung. Voraussetzung: „HTTPS Certificates" in der Tailscale-Admin-Konsole aktiviert (siehe Abschnitt 2). ## Referenz: aktuelle LXC-Übersicht ```bash pct list for id in 100 101 102 103; do echo "CT $id:"; pct config $id | grep -E "memory|cores|net0"; done ```